Zum Inhalt springen
Grimstone

Verkaufen / Vorbereitung

Haus verkaufen: Welche Unterlagen brauchen Sie wirklich?

Grundbuch, Flächen, Energieausweis und Bauunterlagen: Welche Dokumente vor der Vermarktung helfen und was sich später beschaffen lässt.

Für den Hausverkauf brauchen Sie keine perfekte Mappe am ersten Tag. Vor einem belastbaren Angebot müssen Käufer aber erkennen können, was verkauft wird, welche Fläche dazu gehört und welche Kosten oder Verpflichtungen bestehen. Fehlende Unterlagen früh zu benennen ist besser, als im Kaufvertragsentwurf überrascht zu werden.

Diese Liste beschreibt typische Unterlagen. Je nach Haus, Anbau, Erbfall, Denkmalschutz oder Finanzierung kommen weitere Nachweise hinzu. Stand September 2026.

Die erste Mappe: Eigentum, Grundstück, Gebäude

  • Aktueller Grundbuchauszug: Eigentümer, Rechte und eingetragene Belastungen prüfen.
  • Flurkarte beziehungsweise Liegenschaftskarte: Grenzen und Lage des Grundstücks nachvollziehen.
  • Bauunterlagen und genehmigte Grundrisse: insbesondere bei Anbauten, Dachausbau oder Nutzungsänderungen.
  • Nachvollziehbare Wohn- und Nutzflächenberechnung: Exposé-Flächen müssen sich erklären lassen.
  • Energieausweis oder rechtliche Einordnung einer möglichen Ausnahme; beim Verkauf gelten die Vorlagepflichten des § 80 GEG.

Was Käufer über Zustand und Kosten wissen wollen

Rechnungen und Nachweise zu Dach, Heizung, Fenstern, Dämmung und größeren Sanierungen helfen, Zustand und Investitionsbedarf einzuordnen. Bei vermieteten Häusern gehören Mietverträge, Miethöhen und Betriebskosten dazu. Bei laufender Finanzierung muss geklärt werden, welche Grundpfandrechte abgelöst werden und welche Bankunterlagen der Notar benötigt.

Nicht alles lässt sich aus einem Exposé lesen

Ein alter Grundriss ersetzt keine Flächenberechnung. Eine sichtbare Nutzung belegt keine Baugenehmigung. Fragen zu Baulasten, Wegerechten oder Teilflächen müssen im Einzelfall mit den zuständigen Stellen und den Vertragsunterlagen geklärt werden. Für Eigentumswohnungen kommen die Unterlagen der Eigentümergemeinschaft hinzu.

Die Reihenfolge spart Rückfragen

  1. Eigentum, Grundstück und vorhandene Belastungen erfassen.
  2. Flächenangaben und genehmigte Nutzung mit den Unterlagen abgleichen.
  3. Energieausweis sowie Zustands- und Modernisierungsnachweise zusammenstellen.
  4. Erst dann Preis, Exposé und Käuferansprache festlegen.

Der Kaufvertrag über ein Grundstück braucht nach § 311b BGB notarielle Beurkundung. Gute Vorbereitung hilft gerade vor diesem Termin: Käufer können offene Punkte prüfen, bevor der Vertragsentwurf abgestimmt wird. Für eine erste Preisorientierung bietet Grimstone eine Modellspanne ohne Kontaktdaten.

Fragen

Welche Unterlagen sind für einen Hausverkauf besonders wichtig?
Typisch sind Grundbuchauszug, Flurkarte, Bauunterlagen, Grundrisse, Flächenberechnung, Energieausweis und Nachweise zu wesentlichen Modernisierungen. Was zusätzlich nötig ist, hängt vom Objekt ab.
Kann ich ein Haus ohne Energieausweis verkaufen?
§ 80 GEG regelt die Vorlage beim Verkauf und mögliche Ausnahmen. Klären Sie den konkreten Fall vor der Vermarktung; ein fehlender Ausweis sollte nicht verschwiegen werden.
Was, wenn Bauunterlagen fehlen?
Zuerst vorhandene Dokumente sichern und bei zuständigen Stellen nachfragen. Eine nicht belegte Nutzung oder Fläche darf im Exposé nicht als gesichert dargestellt werden.

Quellen

Hausverkauf besprechen

Zuerst Unterlagen und Ziel klären. Ein Mandat entsteht nur gesondert.